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Grönland & totale Sonnenfinsternis
Eine Expeditionskreuzfahrt von Reykjavík nach Kangerlussuaq entlang Ost und Südgrönlands mit Fokus auf die totale Sonnenfinsternis.
Auf dieser Reise mit 13 Tagen/12 Nächten an Bord der Ocean Albatros stehen arktische Küstenlandschaften, Inuit Kultur und als zentraler Moment die totale Sonnenfinsternis vor der Blosseville Küste im Mittelpunkt. Zwischen Fjorden, Gletschern und kleinen Siedlungen erleben Sie Grönland aus nächster Nähe, begleitet von Vorträgen, Zodiac Anlandungen und Zeit für Fotografie, Kajak und Citizen Science.
ID: 1830787 in Grönland, Island, Arktis ●●●●◐ 98 Bewertungen
1 Tage / 0 Nächte
Expeditionsschiff
Totale Sonnenfinsternis vor Ostgrönland
Blosseville Küste und mögliche Anlandung
Prins Christian Sund mit Eisbergen
Nuuk und grönländische Kultur
Evighedsfjord mit Gletschern
Kajak Fotografie Citizen Science
Grönland & totale Sonnenfinsternis: Der Reiseverlauf'
Tag 1: Einschiffung in Reykjavík
Reykjavík ist eine kompakte Hauptstadt mit klarer nordischer Prägung, geprägt von moderner Architektur, Museen und einer lebendigen Gastronomieszene. Über der Stadt ist die Hallgrímskirkja weithin sichtbar und dient vielen Reisenden als Orientierungspunkt, bevor es an Bord geht. Die Reise beginnt mit der Einschiffung und den ersten organisatorischen Abläufen, darunter Sicherheitsunterweisungen und Informationen zum Leben an Bord. Anschließend bleibt Zeit, sich mit dem Schiff vertraut zu machen, die Kabine zu beziehen und die ersten Eindrücke der bevorstehenden Expedition einzuordnen. Am Abend verlässt die Ocean Albatros den Hafen und nimmt Kurs auf Ostgrönland, mit dem Ziel, rechtzeitig die Region der Totalität zu erreichen.
Tag 2: Auf See, Überquerung der Dänemarkstraße
Der Tag steht im Zeichen der Passage durch die Dänemarkstraße, die Island und Grönland voneinander trennt und als vergleichsweise schmaler Meeresabschnitt für ihre dynamischen Wetter und Strömungsverhältnisse bekannt ist. Gleichzeitig ist dieses Seegebiet reich an marinem Leben, weshalb sich vom Deck aus immer wieder Beobachtungen anbieten können. An Bord bereiten die Expertinnen und Experten die Gäste gezielt auf die sichere Beobachtung der Sonnenfinsternis vor und erläutern, worauf es bei Sicht, Schutz und Ablauf ankommt. Ergänzend geben Vorträge und Briefings Einblicke in Ökologie, Geologie und Tierwelt der kommenden Regionen. Auch die praktischen Abläufe einer Expeditionsreise werden thematisiert, darunter die Nutzung der Zodiacs sowie grundlegende Sicherheitsregeln, einschließlich Hinweise zum Verhalten in Gebieten, in denen Eisbären vorkommen können.
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Tag 3: Tag der Sonnenfinsternis, Ostgrönland
Am Morgen nähert sich die Ocean Albatros der lange als schwer zugänglich geltenden Blosseville Küste, einer abgelegenen und rauen Küstenlinie Ostgrönlands. Das Schiff positioniert sich an geeigneten Aussichtspunkten unter der Zentrallinie der Finsternis, mit freiem Blick nach Südwesten, um die Beobachtungsbedingungen zu optimieren. Je nach Situation erfolgt die Ausschiffung per Zodiac, damit die Gäste sich an Land oder in Küstennähe auf das Ereignis vorbereiten können und ausreichend Raum für Fotografie und Beobachtung haben. Um 16:37 beginnt die partielle Phase, die sich schrittweise zur Totalität steigert, die um 17:37 einsetzt und die Landschaft für kurze Zeit in deutlich gedämpftes Licht taucht. Um 17:40 endet die Totalität mit dem sichtbaren Diamond Ring Effekt, bevor die Finsternis um 18:33 vollständig ausklingt und der Schatten des Mondes weiterzieht. Nach der Rückkehr an Bord wird der Tag mit einem Gala Dinner abgeschlossen.
Tag 4: Entlang der Blosseville Küste
Heute setzt die Ocean Albatros die Fahrt südwärts entlang der Blosseville Küste fort. Diese Region ist durch vulkanische Prozesse geprägt, die vor rund 50 Millionen Jahren die Grundlage für die heutige Landschaft formten. Steile Küstenabschnitte, markante Felsstrukturen und das Zusammenspiel von Eis und Meer bestimmen das Bild, während das Schiff die Linie der Küste verfolgt. Historisch wurde das Gebiet unter anderem durch den Polarforscher Ejnar Mikkelsen kartiert, zugleich ist es Teil eines Raumes, der über lange Zeit von Inuit Gemeinschaften navigiert und genutzt wurde. Wenn Wetter, Eis und Seegang es zulassen, kann eine Anlandung in dieser heute unbewohnten Region erfolgen. Der Tag bleibt damit bewusst flexibel, wie es für Expeditionen in abgelegenen arktischen Gewässern typisch ist.
Tag 5: Tasiilaq, Ostgrönland
Tasiilaq ist die größte Siedlung Ostgrönlands und liegt auf der Ammassalik Insel in einer von Bergen und Fjorden geprägten Umgebung. Als Handelsstation wurde der Ort 1894 gegründet und blieb bis dahin weitgehend ohne direkten europäischen Kontakt, was zur Bewahrung einer eigenständigen Kultur der Tunumiit beigetragen hat. Tasiilaq ist zudem mit Erzählungen über die letzten Schamanen Grönlands verbunden und gilt als Herkunftsort des Tupilak, einer ursprünglich gefürchteten magischen Figur, die heute als Kunstform bekannt ist. Vor Ort bieten sich Einblicke in den Alltag der Gemeinde, in lokales Handwerk und in kulturelle Ausdrucksformen wie Trommeltanz. Mit Zustimmung der Besitzer können auch Schlittenhunde gesehen werden. Je nach Ablauf bleibt Zeit für Spaziergänge durch Tundrawiesen und für einen Besuch der bekannten Stunk Artists Workshop.
Tag 6: Skjoldungen, Saqqisikuik
Die Route führt an die Südostküste Grönlands in den Bereich von Skjoldungen, der lokal als Saqqisikuik bekannt ist. Es handelt sich um einen Fjordraum, der früher von Inuit besucht und im 20. Jahrhundert zeitweise besiedelt wurde, heute jedoch abgelegen und unbewohnt ist. Die Landschaft wird von hohen Gipfeln eingerahmt, die in klaren Tagen eine gute Orientierung bieten und die Dimensionen des Fjords betonen. Zu den markanten Punkten zählen der Thryms Gletscher sowie das Tal Dronning Marie Dal, das als landschaftlicher Kontrast zwischen Eis, Fels und offener Fläche wahrgenommen wird. Abhängig von Wetter und Eisbedingungen kann eine Anlandung zur Erkundung erfolgen oder eine Fahrt entlang der Gletscherfronten im Rahmen einer Schiffspassage. Auch hier gilt, dass die konkrete Ausgestaltung kurzfristig an die Bedingungen angepasst wird.
Tag 7: Prins Christian Sund und Aappilattoq
Am Vormittag durchquert das Schiff den Prins Christian Sund, eine etwa 60 Kilometer lange Meerenge, die Ost und Westgrönland verbindet. Der Sund ist häufig von Eisbergen durchsetzt und wird von Bergen, Gletschern und Tälern eingerahmt, was die Passage zu einem landschaftlich klar strukturierten Abschnitt der Reise macht. Die Fahrt durch dieses Gewässer ist zugleich eine Gelegenheit, die Dynamik von Eis und Strömung aus nächster Nähe zu beobachten. Am Nachmittag erreicht die Ocean Albatros Aappilattoq, ein kleines und abgelegenes Dorf unterhalb von Granitwänden. Der Ort ist für einen traditionell geprägten Lebensstil bekannt und bietet Möglichkeiten für kurze Wanderungen in der Umgebung. Zudem ist Aappilattoq für seinen lokalen Chor bekannt, der in der Region einen besonderen Stellenwert hat.
Tag 8: Tasermiut und Uunartoq
Der Tasermiut Fjord ist für seine steilen Granitwände und vergleichsweise fruchtbaren Täler bekannt. In der Zeit der nordischen Siedler wurde er als Ketils Fjord bezeichnet, heute ist er vor allem bei erfahrenen Kletterern und Wanderern ein Begriff. Vom Schiff aus lassen sich die klaren Linien der Felswände und die räumliche Tiefe des Fjords gut erfassen, während sich die Route durch das Fjordsystem fortsetzt. Später geht es weiter zur Insel Uunartoq, wo geothermische Quellen einen Kontrast zur umgebenden Eislandschaft bilden. Hier besteht die Möglichkeit, in warmem Wasser zu entspannen, während in der Umgebung Eisberge vorbeiziehen können. Der Aufenthalt ist als ruhigerer Abschnitt innerhalb der Expedition angelegt, bevor die Reise in die geschichtsträchtigen Gebiete Südgrönlands führt.
Tag 9: Qassiarsuk und Itilleq Kujalleq
Heute fährt das Schiff durch den Tunulliarfik Fjord nach Qassiarsuk, einem grünen Ort, der für Schafhaltung und seine Verbindung zur nordischen Geschichte bekannt ist. Das moderne Dorf wurde 1924 gegründet und liegt an der Stelle von Brattahlíð, dem Hof Erik des Roten aus dem 10. Jahrhundert. Überliefert ist die Geschichte, dass seine Frau Thjodhild erst nach dem Bau einer Kirche bereit gewesen sein soll, zu ihm zurückzukehren, wodurch hier die erste Kirche auf dem amerikanischen Kontinent entstanden sein soll. Am Nachmittag folgt eine Wanderung von Itilleq nach Igaliku, die zu den Ruinen von Garðar führt, dem einstigen Zentrum der nordischen Macht in Grönland. Der Tag verbindet damit Landschaft und historische Einordnung, mit Blick auf die Spuren der nordischen Besiedlung in einer heute landwirtschaftlich geprägten Umgebung.
Tag 10: Auf See, Kurs Nuuk
Von Südgrönland aus führt die Route nordwärts entlang der zerklüfteten Küste. Die meisten Siedlungen Grönlands liegen an der Westküste mit Blick auf die Davisstraße, was auch die heutige Etappe in einen größeren geografischen Zusammenhang stellt. Warme atlantische Strömungen beeinflussen diese Gewässer und tragen zu einem vergleichsweise hohen Nahrungsangebot bei. Dadurch sind Begegnungen mit Walen, Robben und zahlreichen Seevögeln möglich, während zugleich auch die Bedeutung dieser Ressourcen für menschliche Jäger in der Region sichtbar wird. Der Seetag bietet Raum für Beobachtungen vom Deck, für Vorträge und für die Auswertung von Eindrücken der vergangenen Tage. Gleichzeitig dient er der Vorbereitung auf den Besuch der Hauptstadt Nuuk.
Tag 11: Nuuk, Hauptstadt Grönlands
Nuuk ist mit rund 20.000 Einwohnern die größte Stadt des Landes und zugleich politisches und kulturelles Zentrum. Die Region ist seit etwa 2200 v. Chr. durch Paleo Inuit Gruppen besiedelt, später folgten nordische Siedler, was die lange zeitliche Tiefe des Ortes verdeutlicht. Heute zeigt sich Nuuk als Mischung aus Tradition und Gegenwart, mit Institutionen wie dem Parlament und dem Nationalmuseum, in dem unter anderem die Qilakitsoq Mumien ausgestellt sind. Das Kulturzentrum Katuaq, lokale Kunstläden und Cafés ergänzen das Bild einer Stadt, die in grönländischen Maßstäben urban wirkt. Im Alltag wird Nuuk von Einheimischen auch als Nuuk York bezeichnet, was auf die besondere Rolle der Stadt im Land verweist. Der Aufenthalt ermöglicht Einblicke in Geschichte, Gegenwart und die kulturelle Selbstbeschreibung Grönlands.
Tag 12: Kangaamiut und Evighedsfjord
Am letzten vollen Tag erreicht die Ocean Albatros Kangaamiut, eine Siedlung, in der Jagd, Fischerei und Wetterbedingungen den Rhythmus des Alltags prägen. Vor Ort besteht die Möglichkeit, zu Aussichtspunkten zu wandern und die Umgebung aus erhöhter Perspektive zu betrachten. Zudem ist ein kultureller Empfang vorgesehen, bei dem lokale Handarbeiten, Speisen und Darbietungen einen Einblick in die Gemeinschaft geben. Am Nachmittag folgt die Fahrt in den Evighedsfjord, den Fjord der Ewigkeit, der für seine Gletscher und steilen Vogelklippen bekannt ist. Mit den Zodiacs geht es näher an die Landschaft heran, um die Gletscherfronten und die Struktur der Fjordwände aus kurzer Distanz zu sehen. Dieser Abschnitt ist als landschaftlich geprägter Abschluss der Reise konzipiert, bevor es am nächsten Tag zur Ausschiffung geht.
Tag 13: Ausschiffung in Kangerlussuaq
Die Reise endet mit der Fahrt durch den rund 160 Kilometer langen Kangerlussuaq Fjord. Anschließend erfolgt die Ausschiffung per Zodiac in Kangerlussuaq. Der Ort ist weniger für kulturelle Sehenswürdigkeiten bekannt, sondern vor allem durch seine Geschichte als Standort mit militärischem Bezug aus der Zeit des Kalten Krieges sowie durch seine Funktion als Verkehrsknotenpunkt. Gleichzeitig bietet die umgebende Landschaft eine klare, offene Wildnis, die den Übergang vom Schiff zurück an Land markiert. Mit der Ausschiffung endet das Reisepaket nach dem Verlassen des Schiffes in Kangerlussuaq.
Zusatzinformation Expeditionsreisen: Der dargestellte Reiseverlauf sowie die genannte Route dienen lediglich als Beispiel und können aufgrund von Wetter-, Eis- und Gezeitenbedingungen sowie aus Sicherheitsgründen jederzeit angepasst oder geändert werden. Bestimmte Anlandungen, Orte oder Routenabschnitte können daher nicht garantiert werden. Der Kapitän und die Expeditionsleitung entscheiden vor Ort über Route, Anlandungen und Tagesprogramm. Wildtiersichtungen können ebenfalls nicht garantiert werden. Anlandungen und Zodiacfahrten sind abhängig von lokalen Bedingungen und behördlichen Vorgaben. Zusatzaktivitäten haben stark begrenzte Plätze; wir empfehlen eine frühzeitige Vorabbuchung Wochen oder Monate vor der Reise, da diese zum Reisezeitpunkt ausgebucht sein können; ihre Durchführung hängt von Wetter-, Eis- und Sicherheitsbedingungen sowie von der Teilnehmerzahl ab. Polarregionen sind abgelegene und dynamische Naturräume, daher können Programmänderungen oder Verzögerungen auftreten.
Diese Bilder zeigen allgemeine Impressionen des Partners und der Umgebung vor Ort. Die ausgewählte Tour kann von diesen Bildern abweichen.
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